Körper, Sprache und Bewußt-Sein

Es kommt nicht nur darauf an, ein feines Gespür zu entwickeln, sondern die in der unmittelbaren Anschauung erspürte Energiebewegung in angemessener Sprache und entsprechendem Tun zum Ausdruck zu bringen. Für den Spürsinn spielt der Körper mit seinen unzähligen, wechselnden Signalen eine entscheidende Rolle.

Eine falsche Bemerkung kann den Kontakt zur seelischen Tiefe unterbrechen oder der Kontaktvermeidung und einer oberflächlichen Rationalisierung Vorschub leisten. Aber auch das Vermeiden der sprachlichen Formulierung zugunsten einer vermeintlich reinen Spürerfahrung behindert die vollständige seelische Verarbeitung und führt zuweilen zum Verlust jeglicher Bodenhaftung.

Fußball WM 2006

Zwei junge Frauen riskieren eine Lippe …, Foto: dpa

Für die geistige Verarbeitung ist Sprache wesentlich, und zwar eine Sprache, die den Bezug zum Erspürten, also zur unmittelbaren Anschauung bewahrt.

Der deutsche Sprachschatz ist in dieser Hinsicht eine wahre Fundgrube und für das Aufspüren verborgener Zusammenhänge eine Ressource von unschätzbarem Wert. Vom Sprachgebrauch hängt es dabei ab, ob die Sprache etwas Wesentliches klar werden läßt und auf den Punkt bringt oder davon ablenkt.

Was bringt mir das?